Auf Wiedersehen Irland

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht.

Ich bin jetzt schon seit elf Wochen hier und es fühlt sich immer noch an wie gestern, dass ich zum ersten Mal nach Cork gekommen bin und gedacht habe: “Oh mein Gott, das ist jetzt mein Zuhause für fast drei Monate.” Ich erinnere mich sogar immer noch an das Gefühl in meiner Magengrube, wenn ich nur an meinen ersten Arbeitstag gedacht habe.
 

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Und jetzt sitze ich hier gemütlich an meinem Schreibtisch und beobachte meine Mitarbeiter dabei, wie sie ihrer Arbeit nachgehen. Ich kenne mittlerweile jeden Namen und eine Menge toller Geschichten. Wir haben viel gelacht und wir hatten auf jeden Fall auch eine Menge Spaß zusammen.

Am Anfang meines kleinen Abenteuers habe ich nie verstanden, wie man sich durch einen Auslandsaufenthalt verändern kann. Freunde und Bekannte kamen zurück von ihren tollen Ausflügen und Reisen und ich hab sie nur angesehen und gedacht: “Was ist mit dir passiert?” Ich dachte nicht, dass auch nur drei Monate eine Person schon so verändern können. Glücklicherweise hatte ich damit nicht recht.

Ich fühle mich anders.

Ich lebe allein in Deutschland. Ich habe meine eigene, kleine Wohnung und fühle mich mehr als wohl damit, weswegen allein schon der Gedanke, mit vier Leuten in einer Wohnung zu leben, für mich absolut schrecklich war. Ich muss zugeben: Es war wirklich viel besser als erwartet. Ich hatte so viel Spaß mit meinen Mitbewohnern und ich könnte mir keinen besseren Weg vorstellen, meine Zeit in Irland hier verbracht zu haben. Ich habe viele tolle Leute kennengelernt, mit ihnen zusammengewohnt, zusammen gelacht und sogar die ein- oder andere Sache dazugelernt!

Ich kann jetzt mit einer Hand jonglieren (Danke, Darleen!). Ich weiß, wie man einen Auflauf aus Marshmallows, Kinder Riegeln und ein paar Crackern zaubert (Danke, Mehmet!). Ich hatte tolle Secondhand-Läden-Abenteuer mit Janet. Ich hatte immer jemanden zum Reden und jemanden, der sich ein bisschen um mich gekümmert hat, als ich krank war (Danke, Lena!). Ich kann also nur sagen: Danke, dass ihr so coole Mitbewohner wart und dass ihr mir gezeigt habt, dass eine WG auch ziemlich Spaß machen kann.
 

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Ich habe außerdem ein wenig Geduld dazugelernt. Wenn ihr jemals in Irland schonmal auf einen Bus gewartet habt, nur um dann gesagt zu bekommen, dass er voll ist und der nächste Bus in einer Stunde kommt, der weiß, wovon ich Rede. Und diejenigen, die in der Kasse an der Schlange standen und der Kassiererin dabei zugesehen hat, wie sie sich seit zehn Minuten mit ihrer Kollegin unterhält und deine Sachen so langsam scannt wie möglich, die wissen auch genau, was ich damit meine – aber so ist es nunmal in Irland. Ich hoffe, ein wenig von dieser Gelassenheit auch mit nach Deutschland zu nehmen. Es zeigt dir einfach, dass nicht alles immer so schnell gehen muss und selbst wenn mal etwas schief geht, mach doch einfach das Beste draus! Auf Regen folgt schließlich immer Sonne, auch wenn das manchmal ein wenig dauert (insbesondere in Irland).
 

Connemara

 
Wegen meiner Arbeit habe ich auch eine neue Leidenschaft und ein neues Hobby entdeckt: Videos filmen und bearbeiten. Und nicht nur das, ich konnte auch ein paar neue Tricks mit der Kamera lernen. Ich mochte fotografieren schon immer, doch mich wirklich hinzusetzen und auch über die Technik informieren? Nichts für mich. Dafür hatte ich jetzt auch genug Zeit und hab’s tatsächlich geschafft, so manches coole Foto zu schießen.
 

Photographing Ireland

 
Ich hab außerdem gelernt, mit mir selbst zufrieden zu sein. Du lernst so viele Leute hier kennen und jeder ist auf seine eigene Art toll und besonders, auch wenn sie manchmal mit ihrem Charakter und Aussehen nicht wirklich in dein Weltbild passen. Ich habe viel über Kultur gelernt (und nicht nur über die irische) und weiß jetzt auch mein Leben in Deutschland ein bisschen mehr zu schätzen.

Das beste, was ich hier gelernt habe, ist ein wenig offener zu sehen, öfter mit Leuten zu reden, die ich nicht kenne und vor allen Dingen damit aufzuhören, vor neuen Erfahrungen zurückzuschrecken. Genau deswegen kann ich Partnership International und allen, die an der schönen Zeit, die ich hier hatte, beteiligt sein, nicht genug danken.
 

Farewell Ireland
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